Mindestens 30 Tote bei Zugunglück in Korat

lokale Nachrichten von Nakhon Ratchasima (Korat, Thailand)
Benutzeravatar
KoratCat
Administrator
Beiträge: 7987
Registriert: Sa Jul 22, 2006 11:00 am
Wohnort: Non Sung/Korat (Frankfurt/M)
Kontaktdaten:

Mindestens 30 Tote bei Zugunglück in Korat

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Jan 15, 2026 9:29 am

Baukran auf Gleise gestürzt

Mindestens 30 Tote bei Zugunglück in Thailand


In Thailand sind bei einem Zugunglück mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Auf einer Bahnstrecke, Teil von Chinas Prestigeprojekt "Neue Seidenstraße", stürzte ein Kran auf die Gleise.

Screenshot 2026-01-15 at 09-37-03 Bangkok Post - At least 32 dead after crane falls on moving train in Korat.png
Rettungskräfte befreiten am Mittwochmorgen in der Provinz Nakhon Ratchasima eingeschlossene Fahrgäste, nachdem ein Baukran auf zwei Waggons eines Bangkok-Ubon Ratchathani-Expresszugs gestürzt war. (Foto: Bangkok Post}
Screenshot 2026-01-15 at 09-37-03 Bangkok Post - At least 32 dead after crane falls on moving train in Korat.png (1.04 MiB) 299 mal betrachtet


Ein Passagierzug mit fast 200 Menschen an Bord ist in Thailand in einen umgestürzten Baukran gerast. Dabei sind Behördenangaben zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gebe es Dutzende Verletzte. Thailändische Behörden hatten die Zahl der Toten zunächst mit 22 und die der Verletzten mit 80 angegeben.

Mehr als 20 Verletzte sollen in kritischem Zustand sein, berichteten thailändische Medien. In den Trümmern würden zudem weitere Todesopfer befürchtet, heißt es.

Das Unglück ereignete sich am Morgen im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Der massive Stahlkran, der für den Gleisbau eingesetzt wurde, sei plötzlich umgekippt, nur Sekunden bevor der Zug heranraste, schrieb die Zeitung Bangkok Post.

Unfallhergang noch unklar

Der Zug sei mit voller Wucht in den Kran geprallt. Mehrere Waggons seien daraufhin entgleist, Fahrgäste seien in den Trümmern eingeschlossen worden. Zudem sei ein Feuer ausgebrochen, hieß es.

Andere Medien berichteten, der Kran sei auf den fahrenden Zug gestürzt. Der genaue Unfallhergang ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Mehrere Einsatzteams wurden umgehend zum Unfallort entsandt, um den Opfern zu helfen und Verletzte aus dem Wrack zu befreien. Die Retter waren unter anderem mit hydraulischen Schneidegeräten und Löschfahrzeugen im Einsatz.

Strecke ist Teil der "Neuen Seidenstraße"


Nach Angaben des staatlichen Bahnbetreibers (SRT) war der Zug mit drei Waggons von der Hauptstadt Bangkok nach Ubon Ratchathani im Nordosten von Thailand unterwegs. An Bord sollen sich 195 Menschen befunden haben, darunter Passagiere und Personal.

Das Unglück ereignete sich bei Bauarbeiten an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Bangkok bis 2028 über Laos mit der chinesischen Stadt Kunming verbinden soll. Das Projekt ist Teil von Chinas Infrastrukturprogramm "Neue Seidenstraße".

tagesschau.de
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Erich Kästner, 1899 - 1974

Benutzeravatar
KoratCat
Administrator
Beiträge: 7987
Registriert: Sa Jul 22, 2006 11:00 am
Wohnort: Non Sung/Korat (Frankfurt/M)
Kontaktdaten:

Re: Mindestens 30 Tote bei Zugunglück in Korat

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Jan 15, 2026 9:14 pm

Deutscher unter den Toten des Zugunglücks in Thailand

Der Kran war am Donnerstagmorgen auf die Straße gestürzt.

Am Mittwoch waren mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, als ein Baukran auf einen Zug stürzte. Weniger als 24 Stunden später stürzte ein Kran auf eine Schnellstraße in Bangkok, zwei Menschen starben.

Bei dem schweren Zugunglück in Thailand durch einen Kransturz ist auch ein deutscher Staatsbürger ums Leben gekommen. Das bestätigte das Außenministerium in Bangkok. Es sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Weitere Details zur Identität des Deutschen wurden zunächst nicht bekannt.

Nur einen Tag nach dem Unglück am Mittwoch mit mindestens 32 Toten und mehr als 60 teilweise Schwerverletzten ist es nahe Bangkok am Donnerstagmorgen (Ortszeit) zu einem ähnlichen Unfall gekommen.

Zwei Menschen kamen ums Leben und fünf weitere wurden verletzt, als ein Baukran in Samut Sakhon plötzlich auf eine Schnellstraße stürzte. Teile des Stahlgerüsts hätten zwei Autos getroffen, zitierte die Zeitung „Bangkok Post“ die Polizei.

Hauptverkehrsader von Bangkok

Der Kran sei für den Bau einer Schnellstraßenbrücke eingesetzt worden, hieß es. Die Schnellstraße Rama 2 ist eine Hauptverkehrsader, die Bangkok mit dem Süden des Landes verbindet. Sie wird auch von Urlaubern gern genutzt, um etwa den Badeort Hua Hin zu erreichen. Was das neuerliche Unglück – das zweite in nur 24 Stunden – auslöste, ist bisher unklar.

Es war nicht der erste schwere Unfall auf der vielbefahrenen Strecke, über der gerade eine Express-Hochstraße entsteht: Im März vergangenen Jahres war bereits ein im Bau befindlicher Pfeiler zusammengebrochen und auf die Straße gestürzt. Sechs Menschen – darunter vor allem Arbeiter – kamen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.

Der Baukran am Mittwoch war in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok, auf einen vollbesetzten Zug gestürzt, der daraufhin entgleiste und teilweise Feuer fing.

Suche nach Vermissten abgebrochen

Plötzlich sei das Dach des Zuges eingestürzt, zitierte das Portal „Thaiger“ die thailändische Ehefrau des deutschen Opfers, die das Unglück überlebte. Ihr Mann sei sofort tot gewesen. Dem Ministerium zufolge kam auch ein Südkoreaner in den Trümmern ums Leben.

Die Suche nach drei als vermisst geltenden Personen sei inzwischen abgebrochen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Es seien lediglich Leichenfragmente geborgen worden, die zur forensischen Identifizierung eingeschickt worden seien.

Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen derweil auf Hochtouren. Die Polizei sammle Beweise und habe Vertreter zweier beteiligter Baufirmen zur Vernehmung vorgeladen, betonte die Polizei. Bislang sei aber noch keine Anklage erhoben worden.
Teil der „Neuen Seidenstraße“

Der riesige Kran war für den Bau einer Eisenbahnbrücke für die thailändisch-chinesische Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV) eingesetzt worden, die Thailand in Zukunft über Laos mit China verbinden soll. Das Projekt ist Teil der riesigen chinesischen Infrastrukturinitiative „Neue Seidenstraße“.

Die Bergung der völlig zerstörten Waggons gestaltete sich weiter als schwierig. Die wichtige Bahnstrecke in Richtung Nordosten von Thailand ist derzeit blockiert. Zahlreiche Züge mussten umgeleitet werden.

Thailands Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn hat derweil einen sofortigen Baustopp für alle Hochstraßen- und Hochbahnprojekte im Land angeordnet. Die Maßnahme gelte bis zu einer umfassenden Überprüfung der Sicherheitsstandards auf den Baustellen, sagte der Minister in einem Fernsehinterview. Phiphat kündigte für den Nachmittag ein Treffen mit allen beteiligten Bauunternehmen an, um über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu beraten.

Der Präsident des thailändischen Verbands der Bauingenieure, Amorn Pimanmas, verwies auf unterschiedliche Ursachen der beiden Unglücke. Beim Schnellstraßen-Projekt sei der Kran in der Mitte V-förmig gebrochen, was auf fehlerhafte Bolzen oder Mängel bei der Montage hindeute. Beim Unfall auf der Bahnbaustelle habe dagegen die Kranbasis nachgegeben. Beide Vorfälle zeigten jedoch gravierende Defizite bei den Sicherheitsstandards großer Infrastrukturprojekte, die dringend behoben werden müssten.

F.A.Z.
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Erich Kästner, 1899 - 1974


Zurück zu „Korat - Lokales“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 294 Gäste