Thailand und Kambodscha unterzeichnen Friedensabkommen

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Thailand und Kambodscha unterzeichnen Friedensabkommen

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Okt 27, 2025 9:37 pm

Im Juli führten Thailand und Kambodscha fünf Tage lang Krieg. Nun haben beide Staaten ein Friedensabkommen unterzeichnet – auch nach Druck von US-Präsident Donald Trump.

Rund drei Monate nach dem erneuten Ausbruch des Konflikts zwischen Thailand und Kambodscha haben die Regierungschefs beider Länder ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die Zeremonie fand in Kuala Lumpur im Beisein von US-Präsident Donald Trump statt. Er bezeichnete das Friedensabkommen als "monumentalen Schritt".

Trump war kurz zuvor als Gast des Gipfeltreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Malaysia gelandet. Es ist die erste Station seiner mehrtägigen Asienreise. Der US-Präsident hatte sich in den Konflikt eingeschaltet und damit gedroht, keine Handelsverträge mit beiden Ländern abzuschließen, wenn sie weiter Krieg führten. Daraufhin einigten sich die südostasiatischen Nachbarn bereits Ende Juli bei einem ersten Treffen in Malaysia auf eine "sofortige und bedingungslose" Waffenruhe.

Beobachterteams sollen den Frieden sichern

Noch immer sind 18 Soldaten aus Kambodscha in Thailand als Kriegsgefangene inhaftiert. Sie würden nun freigelassen, sagte Trump in einer Rede. Thailand will das nach eigenen Angaben allerdings erst umsetzen, wenn weitere Schritte des Abkommens umgesetzt worden sind. Festgelegt wurde nach Angaben des thailändischen Verteidigungsministeriums ein Abzug schwerer Waffen aus dem Grenzgebiet sowie eine gemeinsame Minenräumung. Außerdem sollen Beobachterteams des südostasiatischen Staatenbundes Asean in das Konfliktgebiet entsandt werden.

Bei dem fünftägigen Grenzkonflikt im Juli waren mehr als 40 Menschen getötet und rund 300.000 vorübergehend vertrieben worden. Die Feindseligkeiten hatten sich zu den schwersten Kämpfen zwischen den südostasiatischen Nachbarn seit mehr als einem Jahrzehnt ausgedehnt. Beide Länder hatten sich gegenseitig vorgeworfen, die Kämpfe ausgelöst zu haben. Hintergrund waren seit Jahren andauernde Grenzstreitigkeiten.

Am Rande der Zeremonie wurde zudem bekannt, dass die USA Handelsabkommen mit mehreren südostasiatischen Staaten unterzeichnet haben. Darunter sind auch Kambodscha und Malaysia. Mit Thailand wurde ein Abkommen über kritische Mineralien vereinbart. Damit sind Mineralien wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan oder Grafit gemeint. Sie sind für die Produktion von Batterien und E-Autos wichtig. Auch mit dem Gastgeberland Malaysia soll ein entsprechender Vertrag unterschrieben werden, sagte ein Vertreter der US-Regierung.

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Re: Thailand und Kambodscha unterzeichnen Friedensabkommen

Ungelesener Beitragvon thai.fun » Di Okt 28, 2025 5:13 am

KoratCat hat geschrieben:Im Juli führten Thailand und Kambodscha fünf Tage lang Krieg. Nun haben beide Staaten ein Friedensabkommen unterzeichnet – auch nach Druck von US-Präsident Donald Trump.
Für mich ein Bluff! Wenn Kriege und Länder im "Sumpf" liegen kommt einer und behauptet er habe den Frieden gebracht. Z.B. Thailand und Kambodscha haben nebst der "Angkor-Ära im Jahr 1431" unzählige Konflikte meist selbst aufgelöst, so wie diesen letzten. :fart
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Re: Thailand und Kambodscha - Trumps „Friedensdeal" bröckelt

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Dez 08, 2025 6:38 pm

„Ernste Lage“: Trumps „Friedensdeal“ bröckelt – Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha eskaliert

Sechs Wochen nach einem von US-Präsident Donald Trump verkündeten Friedensdeal ist der jahrzehntealte Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha erneut aufgeflammt. An mindestens fünf Orten entlang der Grenze zwischen den südostasiatischen Ländern kam es ab dem frühen Montagvormittag (Ortszeit) zu Zusammenstößen, mindestens fünf Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein, Hunderttausende mussten ihre Dörfer verlassen. „Die Lage an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha ist ernst“, sagte Vanessa Steinmetz, die für die Friedrich-Naumann-Stiftung von Bangkok aus die Lage beobachtet. „Das Misstrauen zwischen beiden Seiten ist weiterhin hoch.“

Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die erneute Eskalation. So erklärte das thailändische Militär, kambodschanische Truppen hätten am Montag im Grenzgebiet einen Angriff gestartet, ein thailändischer Soldat sei dabei ums Leben gekommen, auch Zivilisten seien ins Visier genommen worden. Als Reaktion habe man Luftangriffe auf kambodschanische Stellungen geflogen. Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul warf Kambodscha vor, die „Souveränität“ seines Landes zu gefährden. „Von nun an wird es keinerlei Verhandlungen mehr geben. Wenn die Kämpfe aufhören sollen, muss Kambodscha den von Thailand festgelegten Kurs befolgen“, so Anutin.

Kambodschas Langzeitherrscher wirft Thailand „Invasion“ vor

Die Regierung in Bangkok sprach von mehr als 385.000 Zivilisten, die ihre Dörfer vorübergehend verlassen mussten. „Es hat mich erschreckt. Die Explosionen waren sehr deutlich zu hören. Bumm, bumm!“, sagte Phichet Pholkoet, ein Bewohner der thailändischen Seite der Grenze, der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich konnte alles klar und deutlich hören. Einige stammen von schwerer Artillerie, andere von Kleinwaffen.“

Die kambodschanische Seite wies die Darstellung der Regierung in Bangkok zurück und behauptete, die thailändische Armee habe die Angriffe begonnen und dabei auch „Gas“ eingesetzt. Laut dem kambodschanischen Informationsministerium kamen vier Zivilisten ums Leben, neun weitere seien verletzt worden. Hun Sen, Kambodschas ehemaliger Langzeitmachthaber, der die Politik des autoritär geführten Landes weiter dominiert, sprach von einer thailändischen „Invasion“ seines Landes.

Der Konflikt zwischen den beiden südostasiatischen Nachbarländern schwelt seit Jahrzehnten, im Kern geht es um den Verlauf der rund 800 Kilometer langen Grenze. Umstritten ist vor allem ein Gebiet um einen etwa 1000 Jahre alten Hindutempel, immer wieder kommt es dort seit Ende der Kolonialzeit zu Gefechten. Zuletzt war die Situation im Juli eskaliert, als ein thailändischer Soldat bei der Explosion einer Mine ein Bein verlor. Bei anschließenden Feuergefechten kamen mindestens 48 Menschen ums Leben, schätzungsweise 300.000 Menschen mussten vorübergehend ihre Dörfer verlassen. Nach fünf Tagen blutiger Kämpfe verkündeten Thailand und Kambodscha einen Waffenstillstand.

Ende Oktober unterzeichneten der thailändische Premierminister Anutin sowie Hun Manet, der kambodschanische Premierminister und Sohn von Hun Sen, schließlich ein Friedensabkommen. Zu der feierlichen Zeremonie in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur war auch US-Präsident Trump gekommen, er sprach von einem „sehr langen Frieden“, der nun beginne. „Millionen Menschen sind wegen dieses Friedensvertrags heute noch am Leben“, so Trump. Schon Tage später kam es allerdings erneut zu Scharmützeln im Grenzgebiet.

„Fragiler“ Friedensdeal zwischen Thailand und Kambodscha bröckelt

Verhandelt hatte das Abkommen von Kuala Lumpur nicht Donald Trump, sondern Malaysias Premierminister Anwar Ibrahim. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb Anwar am Montag, er sei „zutiefst besorgt“ über die erneute Eskalation, beide Seiten müssten nun „Zurückhaltung üben“. Die Eskalation vom Montag gefährde „die sorgfältige Arbeit, die zur Stabilisierung der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern geleistet wurde“.

Dass der Konflikt jetzt erneut aufflamme, zeige, „wie fragil das vor gerade einmal sechs Wochen unterzeichnete Friedensabkommen von Kuala Lumpur ist“, sagt Expertin Steinmetz. „Die Aussichten auf eine Konfliktlösung und anhaltende Stabilität an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha sind nun erheblich eingetrübt.“ Wegen der Kämpfe warnt das Auswärtige Amt derzeit vor Reisen in das Grenzgebiet.

Militärisch ist Thailand in dem Konflikt deutlich überlegen: Das Königreich hatte im vergangenen Jahr einen Militärhaushalt von umgerechnet etwa 4,9 Milliarden Euro, in der thailändischen Armee dienen 360.000 Soldaten. Kambodscha gab 2024 gut 1,1 Milliarden Euro für seine Streitkräfte mit ihren etwa 124.000 Soldaten aus. (Quellen: Vanessa Steinmetz, Reuters, Bangkok Post, The Nation, Khmer Times, X, eigene Recherchen)

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Re: Thailand und Kambodscha - Trumps „Friedensdeal" bröckelt

Ungelesener Beitragvon thai.fun » Di Dez 09, 2025 5:20 am

KoratCat hat geschrieben:„Ernste Lage“: Trumps „Friedensdeal“ bröckelt – Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha eskaliert

Schnell die Nase in den Rauch halten und "Ruhe" rufen und dann den Friedensnobelpreis fordern. Genauso in Gaza und andern Orts. Was für ein Welt schaffen da die "Despoten" überall??? :wiiee
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Kambodscha wirft Thailand neue Luftangriffe vor

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mi Dez 10, 2025 6:35 pm

Kambodscha wirft Thailand neue Luftangriffe vor

Thailändische Kampfjets sollen in einem Grenzgebiet zwei Bomben abgeworfen haben. Zuvor kündigte Donald Trump an, erneut zwischen Thailand und Kambodscha zu vermitteln.

Thailand soll laut Vorwürfen des Nachbarlandes Kambodscha erneut Luftangriffe auf Grenzgebiete geflogen haben. Thailändische F-16-Kampfflieger hätten unter anderem zwei Bomben auf Dörfer im Grenzgebiet in der Provinz Meanchey abgeworfen, teilte das kambodschanische Verteidigungsministerium laut der Zeitung Khmer Times mit. Von Toten und Verletzten war dabei zunächst nicht die Rede.

Zuvor hätten Kampfflugzeuge mehrere kambodschanische Gebiete überflogen. Auch habe es Angriffe am Boden und auf See gegeben, wobei diese vom Verteidigungsministerium Kambodschas nicht näher beschrieben wurden. Aus Thailand gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Vorfällen.

Waffenruhe hielt nur wenige Wochen


Kambodscha und Thailand haben erst Ende Oktober unter Vermittlung der USA eine Waffenruhe vereinbart, die ihren Grenzkonflikt beilegen sollte. Seit Sonntag beschuldigen sich die beiden Länder gegenseitig, die Waffenruhe gebrochen zu haben. Entlang der 800 Kilometer langen Grenze kam es zu Gefechten. Dabei sollen seit Montag nach Angaben Kambodschas neun Zivilisten getötet und 20 weitere schwer verletzt worden sein. Thailand sprach von drei getöteten Soldaten und 29 Verletzten.

Nach Angaben der Konfliktparteien ist inzwischen eine halbe Million Menschen vor den Kämpfen geflohen. In sieben Provinzen Thailands seien mehr als 400.000 Zivilisten in sichere Unterkünfte gebracht worden, sagte ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums. Das kambodschanische Verteidigungsministerium teilte mit, 100.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Donald Trump will Vermittlung wieder aufnehmen

US-Präsident Donald Trump will sich nun erneut als Vermittler einschalten. "Morgen muss ich einen Anruf tätigen", sagte Trump am Dienstagabend mit Blick auf die Kämpfe. Dadurch wolle er "einen Krieg zwischen zwei sehr mächtigen Ländern, Thailand und Kambodscha, beenden." Trump hatte im Juli beiden Ländern damit gedroht, keine Handelsverträge mit ihnen abzuschließen, falls die Kämpfe nicht endeten.

Dem US-Präsidenten kam bei seinen Vermittlungsplänen allerdings Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim zuvor. Bereits am Dienstag habe er mit seinen Amtskollegen aus Kambodscha und Thailand telefoniert, teilte Ibrahim am Mittwochmorgen auf X mit. Er begrüße die Bereitschaft beider Regierungschefs, Verhandlungen über einen Abbau der Spannungen zu führen, schrieb Ibrahim. Eine "definitive Lösung" müsse aber noch gefunden werden. Die beiden Konfliktparteien gehörten genauso wie Malaysia der Organisation südostasiatischer Staaten (Asean) an.

Thailands Außenminister hatte allerdings am Dienstag gesagt, er sehe für Verhandlungen derzeit kein Potenzial. Eine Vermittlung seitens Dritter sei "nicht förderlich". Kambodschas Regierungschef Hun Manet sagte der Nachrichtenagentur Reuters hingegen, er sei "jederzeit bereit, zu sprechen".

Thailand stoppte Deeskalationsmaßnahmen im November

Im Fokus des Konflikts steht das sogenannte Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin, die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey und der Staat Laos aneinander grenzen. Die Grenze wurde 1907 von Frankreich gezogen, zu dem Kambodscha damals als Kolonie gehörte. An mehreren Abschnitten ist die Grenzziehung aber unklar und somit umstritten.

Im Juli hatten sich die beiden Länder fünf Tage lang mit Raketen und schwerer Artillerie beschossen. Bei den Zusammenstößen wurden 48 Menschen getötet und 300.000 vertrieben. Nach der Einigung auf die Waffenruhe haben die Spannungen wieder zugenommen, nachdem Thailand im November vereinbarte Deeskalationsmaßnahmen ausgesetzt hatte. Unter anderem ging es dabei darum, schwere Waffen und Truppen abzuziehen. Weil ein Soldat der thailändischen Armee durch eine Landmine verstümmelt worden sein soll, die nach Angaben Thailands von Kambodscha gelegt worden war, stoppte Thailand den Truppenabzug. Die kambodschanische Seite weist die Verantwortung für die Verstümmelung des Soldaten von sich.

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Kambodscha schließt gemeinsamen Grenzübergang zu Thailand

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Sa Dez 13, 2025 7:03 pm

Kambodscha schließt gemeinsamen Grenzübergang zu Thailand

Entgegen der Verkündung von US-Präsident Donald Trump greift Thailand weiter Ziele in Kambodscha an. Kambodscha schloss als Reaktion den gemeinsamen Grenzübergang.

Im Konflikt mit Thailand hat die kambodschanische Regierung den gemeinsamen Grenzübergang vollständig geschlossen. Der Schritt beinhalte sämtliche Ein- und Ausreisen und sei mit sofortiger Wirkung gültig, sagte ein Sprecher des kambodschanischen Innenministeriums. Begründet wurde die Schließung mit dem eigenen Landesschutz.

Der erneut entflammte Grenzkonflikt zwischen den zwei südostasiatischen Staaten hält mittlerweile den sechsten Tag in Folge an. Am Samstagmorgen haben sich beide Länder gegenseitig beschuldigt, zivile Gebiete angegriffen zu haben. Damit ist auch ein von US-Präsident Donald Trump behaupteter neuer Friedensschluss erstmal vom Tisch.

Trump hat mit Konfliktparteien telefoniert

Thailands Regierungschef schrieb auf Facebook, sein Land werde die Militäraktionen fortsetzen, "bis wir keine Gefahr und Bedrohung mehr für unser Land und unsere Bevölkerung sehen". Das kambodschanische Verteidigungsministerium erklärte, dass Thailand weiterhin Bomben auf sein Territorium abwerfe. Thailand umschrieb sein Vorgehen als "Vergeltung gegen kambodschanische Militärziele".

US-Präsident Trump hatte zuvor auf seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, Thailands Regierungschef Anutin und der Ministerpräsident von Kambodscha, Hun Manet, hätten ihm telefonisch ein Ende aller Feindseligkeiten ab Freitagabend zugesagt. Beide Länder seien nun bereit "zum Frieden und fortgesetzten Handel mit den Vereinigten Staaten von Amerika".

Neue Angriffe nach Friedensabkommen

Ende Oktober hatten Thailand und Kambodscha im Beisein Trumps ein "Friedensabkommen" in Malaysia unterzeichnet, nachdem Trump mit hohen Zöllen gedroht hatte. Danach warfen sich beide Seiten jedoch neue Angriffe vor. Entlang der 800 Kilometer langen Grenze kam es zu Gefechten mit mehreren Toten.

Nach Angaben der Konfliktparteien ist inzwischen eine halbe Million Menschen vor den Kämpfen geflohen. In sieben Provinzen Thailands seien mehr als 400.000 Zivilisten in sichere Unterkünfte gebracht worden, sagte ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums. Das kambodschanische Verteidigungsministerium teilte mit, 100.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

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Thailand dementiert Einigung auf Waffenruhe mit Kambodscha

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Sa Dez 13, 2025 11:38 pm

Thailand dementiert Einigung auf Waffenruhe mit Kambodscha

Dem thailändischen Regierungschef zufolge gibt es keine Waffenruhe – anders, als US-Präsident Donald Trump behauptete. Kambodscha schloss zuvor seine Grenzübergänge.

Der seit einigen Tagen neu entflammte Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha hat sich weiter verschärft. Der thailändische Regierungschef Anutin Charnvirakul dementierte eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Einigung auf eine Feuerpause: Trump habe in ihrem Telefonat am Freitag "nicht erwähnt, ob eine Waffenruhe vereinbart werden sollte", sagte Anutin. Sie hätten das Thema "nicht besprochen". Zuvor hatte Anutin auf Facebook mitgeteilt, Thailand wolle seine Militäreinsätze gegen Kambodscha fortsetzen – "bis wir keine Gefahr und Bedrohung mehr für unser Land und unsere Bevölkerung sehen".

Trump hatte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, der thailändische Regierungschef Anutin und Kambodschas Ministerpräsident Hun Manet hätten ihm in einem "sehr guten" Telefonat ein Ende aller Kämpfe ab Freitagabend zugesagt. Beide Länder seien nun bereit "zum Frieden und zu fortgesetztem Handel mit den Vereinigten Staaten von Amerika".

Die Kämpfe zwischen den südostasiatischen Nachbarländern gingen auch am Samstag unvermindert weiter. Die Regierung in Bangkok meldete den Tod von zwei weiteren Soldaten, Kambodscha schloss seine Grenzübergänge zu dem nördlichen Nachbarland.

Auch Friedensabkommen von Oktober hielt nicht

Ende Oktober hatten Thailand und Kambodscha im Beisein Trumps ein "Friedensabkommen" in Malaysia unterzeichnet, nachdem Trump mit hohen Zöllen gedroht hatte. Danach warfen sich beiden Seiten jedoch neue Angriffe vor. Thailand setzte das Abkommen im November aus, nachdem thailändische Soldaten an der Grenze durch Landminen verletzt worden waren.

Durch den immer wieder aufflammenden Konflikt wurden auf beiden Seiten der Grenze mittlerweile rund eine halbe Million Menschen vertrieben. Allein in dieser Woche wurden zudem mindestens 25 Menschen getötet.

Am Samstag beschuldigten sich beide Seiten erneut gegenseitiger Angriffe. Nach dem Telefonat mit Trump sagte Anutin an Kambodscha gerichtet: "Derjenige, der gegen das Abkommen verstoßen hat, muss die Lage wieder richten." Kambodschas Ministerpräsident Hun Manet teilte unterdessen mit, sein Land habe "stets auf friedliche Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten gesetzt".

Kambodscha macht Grenzen dicht

Das kambodschanische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass Thailand weiterhin Bomben auf sein Territorium abwerfe. Daraufhin schloss das Land die gemeinsamen Grenzübergänge zu Thailand.

Der Grenzkonflikt zwischen beiden südostasiatischen Ländern besteht seit Jahrzehnten. Streitpunkt ist die Grenzziehung im sogenannten Smaragd-Dreieck. Dort grenzen die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie Laos aneinander. Der Konflikt ist die Folge einer unklaren Grenzziehung durch Kambodschas ehemalige Kolonialmacht Frankreich im Jahr 1907.

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Thailand greift Kambodscha während Gesprächen über Grenzkonflikt an

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Sa Dez 27, 2025 8:58 am

Thailand greift Kambodscha während Gesprächen über Grenzkonflikt an

Inmitten der Gespräche über eine mögliche Waffenruhe hat Thailand erneut Kambodscha angegriffen. Das Verteidigungsministerium von Kambodscha warf dem Nachbarland vor, am 26. Dezember die Provinz Banteay Meanchey attackiert zu haben. Thailand gab an, eine militärische Stellung angegriffen zu haben, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

Vertreter aus beiden Ländern verhandeln seit mehreren Tagen an einem Grenzkontrollpunkt über ein Ende des im Dezember wieder aufgeflammten Konflikts. Am heutigen Samstag ist ein Treffen der Verteidigungsminister beider Länder geplant. Vorausgegangen waren vorbereitende Beratungen in einem gemeinsamen Ausschuss zu Grenzfragen.

Der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul äußerte am Freitag in Bangkok die Hoffnung, dass sich beide Seiten auf eine gemeinsame Erklärung einigen werden. Diese soll laut ihm dem Vorbild einer Erklärung vom Oktober folgen, die Schritte zu einem dauerhaften Frieden vorsah.

Der Konflikt existiert seit Jahrzehnten

Damals hatten sich beide Seiten nach neuen Gefechten im Sommer und einer vereinbarten Feuerpause unter anderem auf den Abzug schwerer Waffen aus dem Grenzgebiet sowie gemeinsame Minenräumung verständigt. Der Konflikt beider Länder um Gebietsansprüche schwelt bereits seit Jahrzehnten.

Seit Anfang Dezember kam es jedoch zu neuen Kämpfen an mehreren Stellen der Grenze. Nach Behördenangaben wurden dabei bislang mehr als 40 Menschen getötet und über 900.000 vertrieben. Beide Seiten beschuldigen einander, die neuen Zusammenstöße ausgelöst zu haben, und berufen sich jeweils auf ihr Recht auf Selbstverteidigung.

[url=https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/thailand-kambodscha-angriff-grenzkonflikt-gespraeche]ZEIT online]/url]
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